Fehmarn – die drittgrößte deutsche Insel – liegt irgendwo zwischen Kieler Bucht und Mecklenburger Bucht, mitten in der Ostsee, und gehört zum Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein. Was macht Fehmarn eigentlich so besonders? Die Insel ist als Ostseekurort anerkannt und verbindet ein ziemlich mildes Reizklima, salzhaltige Seeluft und mehr als 2.000 Sonnenstunden im Jahr mit echten Gesundheitsangeboten direkt am Wasser. Gerade das zieht alle an, die eine Kur, eine Klimatherapie oder einfach mal richtige Erholung am Meer suchen.
Die Stadt Fehmarn besteht aus mehreren Ortsteilen, die alle ihren eigenen Charme haben. Ob du am Südstrand bei Burgtiefe deine Atemwege auf Vordermann bringen willst, in Petersdorf mal Thalasso ausprobierst oder am Wulfener Hals im flachen Wasser deine Gelenke entlastest – Fehmarn ist definitiv mehr als nur Strandkorb und Fischbrötchen.
Die Insel liegt auf der historischen Vogelfluglinie und ist ganz einfach zu erreichen: entweder über die Fehmarnsundbrücke vom Festland oder per Fähre ab Puttgarden rüber nach Dänemark (Femern/Lolland). Die Anreise ist wirklich unkompliziert, und auf Fehmarn selbst sind die Wege angenehm kurz. Im Folgenden findest du raus, welche Kurgebiete, Einrichtungen und Naturlagen auf Fehmarn wirklich zählen, wie du Erholung und Anreise klug kombinierst und worauf du für deinen Aufenthalt achten solltest.
Warum Fehmarn für Kur und Klima überzeugt
Fehmarn bringt drei Dinge zusammen, die für eine gute Kur einfach entscheidend sind: Reizklima direkt am offenen Meer, kurze Wege zwischen Unterkunft und Strand, und ein dichtes Netz an Gesundheitseinrichtungen rund um Burgtiefe und den Burger Binnensee. Dazu kommen ruhige Ecken in Petersdorf, Meeschendorf und Sahrensdorf – ideal, wenn du mal wirklich runterkommen willst.
Was das Reizklima am Meer konkret bringt
Das Reizklima auf Fehmarn ist kein leeres Werbewort – das ist tatsächlich medizinisch belegt. Die Mischung aus salziger, fast pollenfreier Seeluft, Wind, UV-Strahlung und wechselnden Temperaturen pusht das Immunsystem, bringt die Durchblutung in Schwung und hilft nachweislich bei Atemwegsproblemen, Hautthemen und Erschöpfung.
Weil Fehmarn so schön flach ist und fast komplett vom Meer umgeben, bekommst du das volle Reizklima eigentlich überall an der Küste ab. Besonders intensiv ist’s am Südstrand bei Burgtiefe, wo der Wind oft ungebremst über die Ostsee fegt. Schon regelmäßige Spaziergänge von einer halben bis einer Stunde am Wasser können echt was bewirken – probier’s ruhig mal aus.
Welche Kurgebiete und Gesundheitslagen besonders relevant sind
Das Zentrum für Kuraufenthalte findest du in Burgtiefe am Südstrand. Hier gibt’s die meisten Gesundheitsangebote, direkten Zugang zum Strand und die Promenade am Burger Binnensee. Der Tourismus-Service Fehmarn hilft dir bei Kur-Arrangements und weiß, was gerade angeboten wird.
Am Wulfener Hals im Südwesten läuft der Strand ganz flach ins Wasser und ist windgeschützt – ziemlich praktisch, wenn du Gelenkprobleme hast oder einfach sanft ins Wasser willst. Petersdorf und Landkirchen weiter im Inselinneren sind ruhiger, perfekt für alle, die es lieber entspannt mögen. Meeschendorf und Sahrensdorf sind klein, ursprünglich und laden zu Spaziergängen durch die Felder bis ans Meer ein.
Welche Anwendungen und Einrichtungen vor Ort wichtig sind
Die IFA-Gesundheit Fehmarn in Burgtiefe bietet ein ziemlich breites Spektrum an Kuranwendungen: Von Physiotherapie über Massagen bis hin zu Fangopackungen und Inhalationen mit Meersalzaerosolen – alles dabei. Das Angebot richtet sich sowohl an Kurgäste als auch an Selbstzahler.
Das FehMare (Badelandschaft in Burgtiefe) ergänzt das Ganze mit Meerwasserbecken, einer Saunawelt und Wellnessbereich. Hier kannst du Thalasso-Elemente einfach nutzen, ohne vorher extra einen Termin machen zu müssen. Stand Juni 2026: Es lohnt sich auf jeden Fall, beim Tourismus-Service Fehmarn vorab nach aktuellen Kur-Pauschalen und freien Plätzen zu fragen.
Wo du Erholung, Natur und Anreise praktisch verbindest
Fehmarn ist so kompakt, dass du an einem Tag vom stillsten Naturstrand zum Hafenbummel bis zum Leuchtturm kommst – und trotzdem groß genug, um auch nach Wochen noch neue Ecken zu entdecken. Die Anreise über die Fehmarnsundbrücke dauert vom Festland bei Großenbrode nur ein paar Minuten, und alles Wichtige auf der Insel erreichst du schnell und ohne Stress.
Welche Orte und Strände sich für ruhige Auszeiten eignen
Wenn du wirklich deine Ruhe willst, lass die Hauptsaison an den großen Stränden lieber aus und schau dich an der Nordküste um. Markelsdorfer Huk und Grüner Brink sind Naturstrände mit Dünen, an denen du auch im Juli oft fast allein unterwegs bist. Westermarkelsdorf mit dem markanten Leuchtturm bietet weite Blicke und wenig Infrastruktur – dafür aber Seeluft satt.
Püttsee an der Ostküste ist ein kleiner, ruhiger Badeort. Hinrichsberg und der Wulfener Berg im Süden bieten dir einen tollen Ausblick über die Insel. Orth an der Westküste ist ein verschlafener Ort direkt am Wasser. Und der Wallnau-Bereich (NABU-Wasservogelreservat) ist perfekt, wenn du Naturbeobachtung und Erholung kombinieren möchtest.
In Burg auf Fehmarn findest du Cafés, Einkaufsmöglichkeiten und den historischen Stadtkern. Für den Kuraufenthalt ist Burg dein Versorgungszentrum – aber zum Glück ohne Großstadt-Hektik.
Welche Häfen, Aussichtspunkte und Ausflüge den Kuraufenthalt ergänzen
Ein Bummel durch Burgstaaken mit seinem Fischereihafen gehört irgendwie einfach dazu. Frischer Fisch, kleine Läden und das U-Boot U11 als Museumsboot direkt am Kai – das ist schon was Besonderes. Der Yachthafen Burgtiefe liegt übrigens nur einen kurzen Spaziergang vom Südstrand entfernt.
Lemkenhafen an der Westküste hat einen hübschen kleinen Hafen und die alte Petri-Kirche. Der Leuchtturm Flügge bietet eine der besten Aussichten über die ganze Insel – und bei klarem Wetter siehst du sogar bis nach Lolland. Das Meereszentrum Fehmarn in Burg ist ein super Tipp bei Regen: Haibecken, Korallenwelt, vor allem für Familien echt spannend.
Vom Festland aus lohnt sich ein Abstecher nach Heiligenhafen oder Oldenburg in Holstein. Und die Fähren von Scandlines ab Puttgarden bringen dich in etwa 45 Minuten nach Dänemark, falls du mal einen Tagesausflug über den Fehmarnbelt machen willst.
Wie die Anreise auf die Insel aktuell am besten funktioniert
Fehmarn erreichst du über die Fehmarnsundbrücke auf der B 207. Die Brücke verbindet die Insel mit dem Festland bei Großenbrode und gehört zur historischen Vogelfluglinie Richtung Skandinavien.
Wichtig (Stand Juni 2026): Wegen des vierstreifigen Ausbaus der B 207 gibt’s aktuell Einschränkungen bei Avendorf. Vom 12. bis 14. Juni 2026 ist die B 207 zwischen Avendorf und Burg komplett gesperrt. Die Umleitung läuft über die U11. Plane ein bisschen mehr Fahrzeit ein und checke die aktuellen Hinweise beim Tourismus-Service Fehmarn, bevor du losfährst.
Mit der Bahn kommst du bis Burg auf Fehmarn oder Puttgarden. Auf der Insel selbst bist du mit dem Rad bestens unterwegs – alles ist flach, die Wege sind kurz. Wer ohne Auto anreist, findet Busse und Leihräder vor Ort. Die Fähren von Scandlines ab Puttgarden Richtung Dänemark fahren regelmäßig.
Fragen & Antworten
Welche Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele lohnen sich besonders für einen Urlaub vor Ort?
Das U-Boot U11 in Burgstaaken, der Leuchtturm Flügge, das Meereszentrum Fehmarn in Burg und das NABU-Wasservogelreservat Wallnau sind echte Klassiker. Dazu kommen die Fehmarnsundbrücke als Wahrzeichen und die kleinen Häfen in Lemkenhafen und Orth. Für einen Tagestrip bietet sich auch die Fähre ab Puttgarden nach Dänemark an.
Welche Strände sind am schönsten und wo findet man ruhige Badeplätze?
Der Südstrand bei Burgtiefe ist der bekannteste und am besten ausgestattete Strand. Ruhiger wird’s an der Markelsdorfer Huk, am Grünen Brink und in Püttsee. Wer Naturstrand und Dünen mag, ist bei Westermarkelsdorf richtig. Am Wulfener Hals ist der Strand besonders flach und deshalb super für Familien und Kurgäste.
Welche Unterkünfte sind empfehlenswert und wie früh sollte man buchen?
Rund um Burgtiefe findest du Hotels mit Gesundheitsangeboten, darunter die IFA-Einrichtungen. Ferienwohnungen und Pensionen gibt’s eigentlich in fast allen Orten auf der Insel. Für Juli und August solltest du am besten drei bis sechs Monate im Voraus buchen. In der Nebensaison (April, Mai, September, Oktober) hast du meist auch kurzfristig noch gute Auswahl – und die Preise sind dann deutlich entspannter.
Welche Aktivitäten eignen sich bei schlechtem Wetter, damit der Urlaub trotzdem entspannt bleibt?
Wenn’s draußen mal wieder regnet, ist das FehMare in Burgtiefe mit seinem Meerwasserbecken und der Saunalandschaft wirklich eine der ersten Adressen. Im Meereszentrum Fehmarn kannst du stundenlang Fische bestaunen, und das U-Boot U11 ist sowieso ein Klassiker – beides geht natürlich bei jedem Wetter. Wer’s ruhiger mag: Kuranwendungen wie Massagen, Inhalationen oder auch mal eine Physiotherapie gibt’s wetterunabhängig. Und ehrlich, ein Bummel durch Burgs Innenstadt mit den kleinen Läden und Cafés macht auch bei grauem Himmel ziemlich Spaß.
Wie komme ich am besten hin und wie funktioniert die Fortbewegung ohne Auto?
Die Bahn bringt dich direkt nach Burg auf Fehmarn oder nach Puttgarden – das ist schon ganz angenehm. Auf der Insel selbst fahren Busse, und Fahrräder gibt’s an mehreren Stationen zum Ausleihen. Weil Fehmarn so schön flach ist, macht Radfahren hier echt Laune. Wenn du mit dem Auto anreist, solltest du Stand Juni 2026 ein bisschen mehr Zeit einplanen, denn an der B 207 bei Avendorf wird gebaut und da kann’s schon mal haken.
Wann ist die beste Reisezeit für angenehmes Wetter und weniger Trubel?
Also, wenn du mich fragst: Mai, Juni und September sind echt ein guter Kompromiss. Da stimmt das Wetter meistens, die Strände sind nicht so überlaufen und die Preise halten sich auch noch in Grenzen. Die meisten Sonnenstunden bekommst du übrigens zwischen Mai und August ab – aber ehrlich gesagt, im Hochsommer kann’s auch mal voll werden. Wer nur kurz bleiben will, sollte echt mal die Nebensaison ausprobieren; da ist alles entspannter und das Reizklima tut sowieso das ganze Jahr über gut.
